Schätze aus der Bibliothek des AKS – Folge 4

Seit Oktober 2022 wird der Buchbestand des AKS systematisch erfasst und digital aufbereitet. Dabei entdecken wir so manche bibliophile Schätze, über die wir in loser Folge berichten wollen.

 

Als Vorläufer von Google gab es früher Enzyklopädien wie den Brockhaus oder Meyers Konversationslexikon. Diese Vorläufer finden sich auch in der Bibliothek des AKS, wie die folgenden Bilder zeigen.

Mitgliederversammlung des AKS Dr. Fritz Kemmler tritt zurück

Eine traurige Nachricht gab es für die Mitglieder des Arbeitskreises Stadtgeschichte bei der kürzlich abgehaltenen Jahreshauptversammlung: Der Erste Vorsitzende des Metzinger Geschichtsvereins, Dr. Fritz Kemmler, musste seinen Rücktritt erklären. Gesundheitliche Gründe würden ihn zu seinem großen Bedauern zwingen, sein Amt mit sofortiger Wirkung niederzulegen, teilte er der Versammlung mit. Einen Nachfolger gibt es bislang nicht, vorläufig führen die beiden stellvertretenden Vorsitzenden, Alexander Lauer und Regine Lotterer, den Verein gemeinsam mit Kassiererin Barbara Eisele und Schriftführer Dr. Helmut Kaut.
Fast fünf Jahre stand Fritz Kemmler an der Spitze des Geschichtsvereins. Den Posten des Ersten Vorsitzenden übernahm er im März 2019 in einer für den AKS schwierigen Phase. Zuvor war die Suche nach einem neuen Vorsitzenden über längere Zeit ergebnislos verlaufen. Trotz der Corona-Krise, die die Vereinsarbeit massiv eingeschränkt hat, gelang es Fritz Kemmler in Kooperation mit Vorstand und Beirat trotzdem, ein ansprechendes Programm auf die Beine zu stellen, wie Alexander Lauer ausführte, der Fritz Kemmlers Arbeit für den AKS würdigte. Großen Zuspruch haben dabei vor allem die Kurzexkursionen und Gemarkungswanderungen erfahren.

Auch neue Projekte unterstützte und förderte Kemmler, erklärte Lauer. Dazu gehört beispielsweise der AKS-Kalender, der nach der Premiere 2021 dieses Jahr zum zweiten Mal herausgebracht werden konnte und ebenso großen Anklang findet wie der erste. Ganz verabschieden will sich Fritz Kemmler allerdings nicht von der Mitarbeit im Geschichtsverein, wie er versichert. Für den AKS wolle er sich soweit möglich weiterhin engagieren.

Die Hauptversammlung bot derweil auch den passenden Rahmen, sich bei Rudolf Renz für dessen langjähriges, engagiertes Wirken zu bedanken: „In mehreren Ämtern hat er sich mit Herzblut für den Verein eingesetzt und sein geschichtliches Wissen eingebracht“, betonte Helmut Kaut, der die Laudatio hielt. Viele Jahre lang hatte Renz den Posten des stellvertretenden Vorsitzenden inne, 2014 übernahm er das Amt des Ersten Vorsitzenden. Seit 2004 arbeitet er zudem in der Redaktion des vom AKS herausgegebenen Geschichtsmagazins „Spuren“ mit. Seiner Initiative ist es überdies zu verdanken, dass seit Mai 2020 eine Skulptur vor dem Rathaus an die Metzinger Opfer der NS-Diktatur erinnert.

Als Erster Vorsitzender begann Renz zudem eine fruchtbare Kooperation mit der Metzinger Stadtbücherei, gleichzeitig entstand der Metzinger Geschichtspreis, um Schüler für ihre Leistungen in diesem Fach auszuzeichnen. Für seine außerordentlichen Verdienste um den AKS ernannte ihn die Versammlung einmütig zum Ehrenmitglied.

Geehrt wurden während der Hauptversammlung außerdem Edith Sander, Renate Socher, Inge Weitnauer, Ilse Schumm, Elsbeth Götz, Rudolf Steidinger, Karl Weitnauer und Paul Heinzelmann für ihr großes Engagement im und für den Geschichtsverein.

Um den AKS zukunftsfähig aufzustellen, schlagen Vorstand und Beirat des Vereins eine Satzungsänderung vor. Ein erster Entwurf wurde während der Hauptversammlung vorgestellt und stieß auf positive Resonanz. Grundgedanke ist, einen gleichberechtigten Vorstand zu schaffen, um die anfallende Arbeit auf mehrere Schultern verteilen zu können. Ein Weg, den bereits viele Vereine beschritten haben. Bis zur nächsten Mitgliederversammlung im kommenden Jahr bleibt nun Zeit, über die geplanten Änderungen zu diskutieren.

Nachtrag:

Bei einer Weihnachtsfeier im Schönbeinsaal des Klosterhofs überreichte die stellvertretende Vorsitzende Regine Lotterer dem scheidenden Vorsitzenden ein Abschiedsgeschenk, über das er  sich sichtlich gefreut hat.

Die neuen SPUREN

 Das Warten hat ein Ende: die neuen SPUREN, Heft 26, sind erschienen.
Erhältlich bei: Finkeria, Kiosk Lutz (Neuhausen), Löwenzahn Naturkost,
Papeterie Ströbel, TouristInformation Preis: 10,- €

Drei Versucherle, die Ihnen Lust auf mehr machen sollen:

                              

Die Kelten am Heidengraben

– so lautete das Thema eines Vortrags von Andrea Häussler, der 1. Vorsitzenden der Keltengruppe Riusiava. Der Vortrag, zu dem der Arbeitskreis Stadtgeschichte und das Kulturforum gemeinsam einluden, fand am Donnerstag, den 14. September im Kulturforum (Eisenbahnstr. 29) statt. Weiterlesen

Tour de Dettingen

Zu einer weiteren Kurzexkursion machten sich der AKS und seine Gäste am 1. Juli mit der Ermstalbahn auf den Weg. Diesmal ging es nach Dettingen. Unter der kundigen Führung von Albrecht Arnold, Leiter des Heimatmuseums, ging es auf Tour zu interessanten Punkten durch den Ort. Neben dem Schlössle und der Stiftskirche Weiterlesen

Schätze aus der Bibliothek des AKS – Folge 3

Seit Oktober 2022 wird der Buchbestand des AKS systematisch erfasst und digital aufbereitet. Dabei entdecken wir so manche bibliophile Schätze, über die wir in loser Folge berichten wollen.

 

1888 gründeten die Brüder Christian Friedrich und Martin Holder in Urach eine Maschinenwerkstatt, in der die erste selbsttätige Pflanzenschutzspritze der Welt entwickelt und gefertigt wurde. 1902 siedelte das Unternehmen nach Metzingen um und trat fortan als Spezialist für Spritzen in der Schädlingsbekämpfung, einachsige Motorfräsen und -hacken sowie ab dem Jahr 1930 für Einachsschlepper hervor.

Das Unternehmen Holder, 1888 in Urach gegründet und 1902 nach Metzingen umgesiedelt bestand bis 2019 und wurde dann von der Firma Kärcher übernommen. 2021 wurde die Kärcher Municipal GmbH gegründet, die jetzt die Holder-Fahrzeuge vertreibt.

Der dritte Teil unserer Bibliotheksschätze ist dem Holder-Katalog gewidmet:

 

Weinberg, Runder Berg, Grafenberg? – Mittelalterlicher Burgenbau um Metzingen und das Ermstal

Ruinen mittelalterlicher Burgen mit ihren teilweise noch hoch aufragenden Mauern und Türmen prägen als markante Elemente bis heute unsere Landschaft. Sie sind beliebte und viel besuchte Ausflugsziele. Einst dienten sie als befestigte wehrhafte Wohnsitze des Adels, aber auch als multifunktionale Zentren mittelalterlicher Grundherrschaft. Zugleich sind viele Anlagen heute aber auch weitgehend aus dem Landschaftsbild verschwunden und können nur noch schwer nachvollzogen werden. Auf der Schwäbischen Alb und in deren Vorland finden sich zahlreiche solcher „vergessenen Burgen“, die in den letzten Jahren vermehrt Gegenstand von Forschungsarbeiten wurden.
Im Rahmen des rund einstündigen, reich bebilderten Vortrags werden Einblicke in die Methoden und Möglichkeiten der modernen Burgenforschung sowie in die regionale Burgenlandschaft am Nordrand der Mittleren Schwäbischen Alb geboten.
Dieser Vortrag des bekannten Burgenforschers Michael Kienzle findet statt am Donnerstag, den 11. Mai 2023, 19:30 Uhr, Kulturforum (Eisenbahnstraße 29).

Schätze aus der Bibliothek des AKS – Folge 2

Seit Oktober 2022 wird der Buchbestand des AKS systematisch erfasst und digital aufbereitet. Dabei entdecken wir so manche bibliophile Schätze, über die wir in loser Folge berichten wollen.

 

Im zweiten Teil unserer Bibliotheksschätze findet sich ein ungewöhnliches Exemplar: Ein Missale Romanum, das ist ein Messbuch, ein liturgisches Buch für den katholischen Gottesdienst. Dieses Exemplar stammt aus dem Jahr 1876.

Der Herausgeber ist Ignatius von Senestréy, von 1858 bis 1906 Bischof von Regensburg. Er vollendete die Türme des Regensburger Domes. Allerdings war er nicht unumstritten und setzte sich strikt für das päpstliche Unfehlbarkeitsdogma ein, das auf dem Ersten Vatikanischen Konzil unter Papst Pius IX. verkündigt wurde. Interessant das Zweite Vatikanische Konzil 1964: „Die Gesamtheit der Gläubigen, welche die Salbung von dem Heiligen haben (vgl. 1 Joh 2,20.27), kann im Glauben nicht irren.“(1)

 

Das Missale ist für die Diözese Rottenburg bestimmt gewesen, wie die entsprechenden Seiten zeigen. Weiterlesen