Exkursion zu Mechthild von der Pfalz ins Uracher Schloss

Der Arbeitskreis Stadtgeschichte – Geschichtsverein Metzingen – bietet am Samstag, 15. Februar, eine Exkursion zur Sonderausstellung über Mechthild von der Pfalz im Uracher Schloss an. In Urach ist Mechthild bekannt in ihrer Rolle als Mutter Graf Eberhards im Barte. Doch sie war weitaus mehr: Sie gilt als eine der bedeutendsten Frauengestalten in der Geschichte des deutschen Südwestens.
   Geboren wurde Mechthild 1419 als Tochter des Kurfürsten Ludwigs III. von der Pfalz. Bereits als Kleinkind wurde sie Graf Ludwig von Württemberg als Ehefrau versprochen, den sie schließlich im Alter von 17 Jahren heiratete. Nach dessen frühem Tod ging sie eine weitere Ehe mit Erzherzog Albrecht von Vorderösterreich ein, einem Habsburger.
   Auf Mechthild gehen nicht nur die Gründungen zweier bedeutender Universitäten, Freiburg und Tübingen, zurück, sie ist ebenfalls in die Geschichte des deutschen Südwestens eingegangen als Mäzenin der Künste und Förderin klösterlicher Kultur.
   Sieben Kapitel sind in der Uracher Ausstellung ihrem Leben, ihrem Wirken und Handeln gewidmet: von der Wiege am Pfälzischen Kurfürstenhof bis zur Grablege im Kloster Güterstein. Darüber hinaus ist ein besonderes Kapitel ihrer Rolle in der Geschichtsforschung gewidmet. Wer an der Exkursion teilnehmen möchte, kann sich bei Dr. Christiane Hauber, Telefon (0 71 23) 43 25, E-Mail: christiane.hauber@freenet.de, bis Donnerstag, 6. Februar, anmelden.
   Nach der Führung durch die Mechthild-Ausstellung bleibt noch Zeit, um sich auf eigene Faust im Uracher Schloss umzusehen. Im Anschluss besteht die Möglichkeit, gemeinsam einen Spaziergang durch die historische Uracher Altstadt zu unternehmen. Die Führung im Schloss beginnt um 14.45 Uhr und dauert eine Stunde. Die gemeinsame Fahrt mit der Ermstalbahn ab dem Bahnhof Metzingen startet um 14.12 Uhr. Treffpunkt ist um 14.05 Uhr am Gleis 3. Die Teilnahmegebühr von zehn Euro wird vor der Führung kassiert. Die Rückfahrt erfolgt um 17.31 Uhr ab dem Bahnhof Bad Urach.

Eine Zeitreise 40000 Jahre zurück

Auf einem Felssporn, 20 Höhenmeter über der Lone, liegt die Wiege der Kunst. Das jedenfalls sagen die Fachleute. Sicher ist, in der Vogelherdhöhle bei Niederstotzingen auf der Ostalb überschritten eiszeitliche Jäger und Sammler eine Grenze, weil sie etwas taten, was bis dahin noch kein Lebewesen auf der Erde getan hatte. Weiterlesen