Sommerferienprogramm der Stadt Metzingen 2021

Im Rahmen des diesjährigen Sommerferienprogramms der Stadt Metzingen gab es am 4. August ein gemeinsames Angebot des Arbeitskreises Stadtgeschichte und des Freundeskreises zur Erhaltung der Martinskirche. Im Mittelpunkt dieses Angebots stand die Martinskirche. Eine bunt gemischte Schar erkundungsfreudiger Metzinger Kinder ließ sich die Chance nicht entgehen, mehr über die Martinskirche samt Kirchturm zu erfahren. Mit Ekart Class, dem Mesner der Martinskirche, hatten sie einen höchst kundigen Führer an ihrer Seite. Die Erkundungstour begann im Außenbereich der Kirche, mit dem ehemaligen Friedhof samt Wehrmauer und mit einem Blick auf die Sonnenuhr. Auch im Kirchenschiff und angeschlossenen Chor gab es viel zu sehen und die Kinder bestaunten neben den im Kirchenraum aufgestellten Grabplatten auch die Schätze der Sakristei – angefangen vom reich verzierten Lesepult, vermutlich das älteste Möbelstück in Metzingen, bis zu den kostbaren Sakralgefäßen in dem in der Kirchenmauer eingelassenen Tresor mit seiner wuchtigen Tür und ihren drei Schlössern, die mit groß dimensionierten Bartschlüsseln geöffnet werden. Weiter ging es auf die Empore, um dort einen Blick auf die Orgel mit ihren mehr als 3000 Pfeifen zu werfen. Steile Treppen führten schließlich hinauf zum Dachboden und in den Turm der im Jahr 1500 erbauten und 1613 erweiterten Kirche. Ein Blick auf die Blumentöpfe aus Ton, die eigens für die Konstruktion eines leichten Netzgewölbes für das Kirchenschiff verwendet wurden, und in den Glockenstuhl hinauf gehörte ebenso zum Programm wie ein kurzer Aufenthalt in der Turmstube, aus deren Fenstern ein erster Blick über die Stadt möglich war. Eindrücke gab es jedoch nicht nur für die Augen, sondern auch für die Ohren, denn der Stundenschlag der Glocke konnte während des Aufenthaltes im Turm in seiner vollen Lautstärke vernommen werden. Durch eine kleine Tür ging es dann hinaus auf den Umgang des Kirchturms, der einen völlig neuen und ungehinderten Blick auf Metzingen ermöglichte: die Metzinger Dachlandschaft mit ihren diversen Gebäuden und das Geflecht der Straßen und Gassen in der Stadtmitte. Auch der Weinberg und die umliegende Landschaft ließen sich aus einer neuen Perspektive betrachten. Kein Wunder, dass bei so vielen neuen Eindrücken die Kinder ihrem Führer immer wieder Fragen stellten, die dieser geduldig und kundig beantwortete. Nach einem Dank an Herrn Class, verbunden mit einem Applaus, machte sich die Schar auf den Weg zum letzten Punkt des Programms: eine Portion Eis.

Fotos: H. Kaut

Kirchturm der Martinskirche von Heinrich Schickhardt 1613

Die Metzinger Martinskirche wurde um 1500 als spätgotische Hallenkirche erbaut.

1613 wurde die Fertigstellung des 57 m hohen Turms mit einem Wappenfries über dem Turmportal gefeiert. Seit 2003 hängt eine farbige Kopie über dem Portal, das Original ist im Inneren der Kirche angebracht worden.

Rolf Bidlingmaier schreibt in dem Buch „Die Martinskirche in Metzingen – ein Kirchenbau der Spätgotik im Wandel der Jahrhunderte“ auf den Seiten S. 143 – 146 über den Kirchturm:

Nach 1600 waren die Metzinger durch den florierenden Weinbau zu Wohlstand gekommen, so dass an die Vollendung des Kirchturms gedacht werden konnte.1 Weiterlesen

AKS Metzingen – Neuigkeiten gibt es jetzt auch auf Facebook

Informationen über die Arbeit des Metzinger Geschichtsvereins, Neuigkeiten über Exkursionen, Vorträge und Veranstaltungen bietet der AKS künftig auch auf seiner neuen Facebook-Seite „AKS Metzingen“. Über diese Plattform möchte der AKS noch intensiver mit seinen Mitgliedern in Kontakt kommen sowie allen an der Stadtgeschichte Interessierten die Möglichkeit bieten, sich über die vielfältigen Aktivitäten des Vereins zu informieren und sich zu beteiligen. Einblicke möchte der AKS dabei nicht zuletzt in sein großes Bildarchiv bieten und damit den Metzingern, Neuhäusern und Glemsern die Möglichkeit für eine virtuelle Reise durch die Vergangenheit ihrer Stadt geben. Nicht fehlen sollen außerdem Einblicke in das Geschichtsmagazin „Spuren“, in die umfangreiche Bibliothek des AKS sowie Rückblicke auf Exkursionen, Seniorennachmittage und Krautwickelessen. Der AKS würde sich über zahlreiche Facebook-Follower freuen.

AKS verschiebt Mitgliederversammlung ins nächste Jahr

Der Arbeitskreis Stadtgeschichte (AKS) verschiebt seine Mitgliederversammlung wegen der Corona-Pandemie ins nächste Jahr. Das haben der Vorstand und der Beirat des Metzinger Geschichtsvereins einstimmig beschlossen. Nachdem die Versammlung bereits im März wegen des deutschlandweit geltenden Lockdowns verschoben werden musste, sollte sie eigentlich im Herbst dieses Jahres nachgeholt werden. Angesichts der steigenden Corona-Infektionen im Landkreis Reutlingen und des ab der kommenden Woche geltenden Teil-Lockdowns hat der AKS-Vorstand nun entschieden, die Versammlung erst 2021 abzuhalten. Wann die Hauptversammlung abgehalten werden kann, lasse sich derzeit noch nicht sagen, so der Vorstand des Metzinger Geschichtsvereins.

Die SPUREN sind gelegt

Die 23. Ausgabe der SPUREN ist jetzt erschienen. Und wie immer gibt es viel Interessantes zu entdecken. Es umfasst 112 prall gefüllte Seiten.

Schauen Sie rein. AKS-Mitglieder haben sie schon erhalten. Alles anderen Interessenten können Sie für 10 Euro erwerben:

Erhältlich sind die SPUREN in den Buchhandlungen Osiander, Reutlinger Straße, und Widmann, Hindenburgstraße, in der Papeterie Ströbel, Schönbeinstraße, und bei der Tourist-Information auf dem Lindenplatz. In Neuhausen können Sie sie im Kiosk Lutz erwerben, in Bad Urach in der Buchhandlung am Markt.

Die folgenden drei Seiten geben einen kleinen Einblick (zum Vergößern auf das Bild klicken):

Die Redaktion der SPUREN meldet

Wegen der Coronapandemie konnte unsere Zeitschrift SPUREN nicht wie gewohnt im Juli erscheinen, der Erscheinungstermin muss auf den September verschoben werden. Die Zeitschrift wird aber einen größeren Umfang als die letzten Hefte haben und wieder interessante und spannende Themen anbieten. Es seien hier nur einige Beiträge genannt: ein Schwerpunkt ist der Bericht über die ersten Wochen der Pandemie im Ermstal. Andere Beiträge beschäftigen sich mit der Geschichte des Veranstaltungsrings Metzingen, der in diesem Jahr seinen 65. Geburtstag feiern kann, mit der Abfallentsorgung in Metzingen bis in die 1970er Jahre, der Geschichte des Kelternvereins Neuhausen und der Neuhäuser Mittleren Kelter sowie dem Uracher Kreis im „roten Winkel“ in den 1920er Jahren. Alle Beiträge sind reich bebildert.
Alle Mitglieder und weitere Interessierte dürfen sich auf das neue Heft freuen.