Am Donnerstag, 5. Februar, bietet die Familienbildungsarbeit Metzingen in Kooperation mit dem Arbeitskreis Stadtgeschichte einen Vortrag über Philipp Jakob Manz an.
Philipp Jakob Manz (1861‒1936) wurde als uneheliches Kind in Kohlberg geboren und wuchs in Urach auf. Als 16-Jähriger nahm er ein parallel zur Lehre verlaufendes Studium der Architektur und Wasserbautechnik auf und machte 1882 die Baumeisterprüfung und den Abschluss als Wasserbautechniker.
Mit 30 Jahren gründete er ein eigenes Architekturbüro in Kirchheim unter Teck, 1900 zog er nach Stuttgart um, 1905 gründete er eine Filiale in Wien. Seit 1890 zählte er zu den führenden deutschen Industriearchitekten, in seinen Büros beschäftigte er bis zu 100 Architekten, die jährlich 80 ‒ 100 Bauten entwarfen. Sein Büro wurde zum größten Industriebau-Büro in Deutschland. 1912 erhielt er den Ehrentitel eines königlich-württembergischen Baurats.
Der Vortrag mit Bildern seiner Bauten vor allem in unserer Gegend (u. a. in Metzingen, Dettingen, Reutlingen) geht seiner faszinierenden Laufbahn als „Blitzarchitekt“ nach. Referent ist Rudolf Renz, die Veranstaltung beginnt um 19:30 Uhr im Martinshaus, Gustav-Werner-Straße 20.