{"id":2410,"date":"2019-06-22T09:30:10","date_gmt":"2019-06-22T07:30:10","guid":{"rendered":"http:\/\/www.aks-metzingen.eu\/aks\/?p=2410"},"modified":"2019-07-16T13:27:57","modified_gmt":"2019-07-16T11:27:57","slug":"in-suedtirol-dem-traumland-vieler-metzinger","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.aks-metzingen.eu\/aks\/in-suedtirol-dem-traumland-vieler-metzinger\/","title":{"rendered":"In S\u00fcdtirol, dem Traumland vieler Metzinger"},"content":{"rendered":"<h2 class=\"western\" align=\"center\">Jahresexkursion des AKS-Geschichtsvereins Metzingen<\/h2>\n<p class=\"western\"><a href=\"http:\/\/www.aks-metzingen.eu\/aks\/albums\/AKS-Exkursion-Suedtirol\/album\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-2414 alignleft\" src=\"http:\/\/www.aks-metzingen.eu\/aks\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/IMG_7090-Kopie-300x200.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/www.aks-metzingen.eu\/aks\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/IMG_7090-Kopie-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.aks-metzingen.eu\/aks\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/IMG_7090-Kopie-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.aks-metzingen.eu\/aks\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/IMG_7090-Kopie.jpg 1024w, https:\/\/www.aks-metzingen.eu\/aks\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/IMG_7090-Kopie-450x300.jpg 450w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>F\u00fcr die meisten Exkursionsteilnehmer war das diesj\u00e4hrige Zielgebiet das Gegenteil des vorj\u00e4hrigen. Damals wurde buchst\u00e4blich ein wei\u00dfer Fleck auf der Landkarte entdeckt, und jetzt gab es ein Wiedersehen mit Berg und Tal, Stadt und Land des mit Natur-und Kunstsch\u00e4tzen reich gesegneten Landes mitten in den Alpen.<!--more--><\/p>\n<p class=\"western\">Traditionell war es auch heuer die Woche nach dem Pfingstsonntag, in der die Exkursion durchgef\u00fchrt wurde. Aber nicht gerade traditionell war es, dass Dr. Fritz Kemmler der \u201eneue\u201c Leiter der Reise, wenige Tage vor Exkursionsbeginn gleich f\u00fcr den Anreisetag eine neue Route w\u00e4hlen musste: Der eigentlich vorgesehene Reschenpass als \u00dcbergang in den Vinschgau war gesperrt, so dass der Brenner genommen werden musste, von dem aus es durch das Eisacktal nach Bozen und von dort in den unteren Vinschgau bis Naturns ging, wo in dem kleinen romanischen St.- Prokulus- Kirchlein vor rund 90 Jahren vorkarolingische Fresken unter dem Einfluss irisch \u2013 keltischen Stils wieder entdeckt und freigelegt worden waren.<\/p>\n<p class=\"western\">In Lana bei Meran beherbergt die gotische Pfarrkirche Mariae Himmelfahrt den von Hans Schnatterpeck aus Kastanienholz geschnitzten \u201ewie eine gotisch gestufte Monstranz\u201c vierzehn Meter hohen Fl\u00fcgelaltar, der als eines der sch\u00f6nsten Werke der S\u00fcdtiroler Sp\u00e4tgotik gilt. Es war den Laninger B\u00fcrgern zu verdanken, dass die Pl\u00e4ne eines modernistischen Pfarrers in der Barockzeit scheiterten. Er wollte den \u201everalteten\u201c gotischen durch einen barocken Hochaltar ersetzen. Weil die Laninger Bauern seinerzeit den Schnatterpeck-Altar um den Preis von umgerechnet drei mittleren Bauernh\u00f6fen finanziert hatten, behielten ihre Nachkommen recht, als sie sich f\u00fcr den Erhalt des alten Altars einsetzten. Wie schon f\u00fcr Naturns und ebenso wie f\u00fcr die F\u00fchrungen der kommenden Tage hatten Dr. Kemmler und Dr. Karl Weitnauer exzellente F\u00fchrer engagiert, die mit viel Liebe und Kenntnis die Kunstwerke vorstellten.<\/p>\n<p class=\"western\">Und dann ging die Omnibusfahrt zur\u00fcck ins Eisacktal und weiter ins Pustertal, wo zum guten Schluss eines langen Tags am Fu\u00dfe der Hochalpengruppe Niederolang erreicht wurde. Dr. Kemmler und Dr. Weitnauer hatten dort als Standortquartier ein sehr ruhig gelegenes Hotel mit pr\u00e4chtiger Aussicht zu den Felsenw\u00e4nden der Olanger Hochalpengruppe, zur Dreifingerspitze und zum Piz da Peres gefunden. Ausschlie\u00dflich f\u00fcr die Exkursionsteilnehmer war das Hotel reserviert, was ma\u00dfgeblich zu einer regelrecht famili\u00e4ren Atmosph\u00e4re im Speisesaal beitrug.<\/p>\n<p class=\"western\">Der zweite Tag wurde zuerst der alten Bischofsstadt Brixen gewidmet, wo der Dom verbunden mit einem kleinen Orgelkonzert und dem ber\u00fchmten Kreuzgang mit seinem Freskenzyklus vorgestellt wurde, bevor es nach dem Gang durch die Lauben in der Altstadt zum Kloster Neustift zur Mittagsrast ging. Danach folgte das S\u00fcdtiroler Volkskundemuseum bei Dietenheim, das \u00e4hnlich wie Beuren als Freilichtmuseum zahlreiche alte Bauern- und Handwerkerh\u00e4user zeigte, dazu aber ein pr\u00e4chtiges Herrenhaus im barocken Baustil. Im Vergleich des Herrenhauses mit den gro\u00dfen und kleinen Bauernh\u00e4usern zeigte sich f\u00fcr die Besucher der gro\u00dfe soziale Unterschied zwischen dem Adel und den h\u00f6rigen, aber auch den freien Bauern.<\/p>\n<p class=\"western\">Eine Besichtigung der heute noch bewohnten Schlossburg Rodenegg mit der \u00e4ltesten bisher bekannten profanen Freskenmalerei Europas mit Szenen aus dem um das Jahr 1200 verfassten Versroman Hartmanns von Aue \u00fcber den Ritter Iwein aus der Tafelrunde von K\u00f6nig Artus bildete einen weiteren H\u00f6hepunkt, gelten doch die Wandbilder auf Schloss Rodenegg als die k\u00fcnstlerisch wertvollsten Illustrationen aus dieser Zeit. Erst 1972 waren die Bilder wieder entdeckt und freigelegt worden.<\/p>\n<p class=\"western\">Ein teilweise wolkenverhangener Himmel geleitete die Gruppe an den Pragser Wildsee am Fu\u00df der riesigen Wand des Seekofels. Eine Erinnerungstafel am Hotel nennt die von der SS nach Niederdorf gebrachten 139 Geiseln und Sonderh\u00e4ftlinge von Adolf Hitler, die Major Wichard von Alvensleben, ein tiefgl\u00e4ubiger Christ, mit Soldaten der Wehrmacht aus der SS-Haft befreite und sie ins Hotel Pragser Wildsee verbringen lie\u00df, wo sie bis zur Befreiung durch die US-Armee gesch\u00fctzt verbleiben konnten. Wichtige Sonderh\u00e4ftlinge und Geiseln der SS waren unter anderem der ehemalige franz\u00f6sische Ministerpr\u00e4sident L\u00e9on Blum, der ehemalige \u00f6sterreichische Bundeskanzler Kurt von Schuschnigg, der ehemalige deutsche Generalstabschef Franz Halder, der ehemalige Reichsbankpr\u00e4sident Hjalmar Schacht, der Theologe Martin Niem\u00f6ller, Familienangeh\u00f6rige von Franz Graf Schenk von Stauffenberg und Carl G\u00f6rdeler sowie weitere bedeutende Pers\u00f6nlichkeiten aus Politik, Kirche, Wirtschaft und Milit\u00e4r aus dem Reich und aus dem Ausland.<\/p>\n<p class=\"western\">Leider erw\u00e4hnt die Erinnerungstafel die Befreier aus der SS-Haft nicht. So fehlt auch der Name Wichards von Alvensleben auf dieser Tafel.<\/p>\n<p class=\"western\">Eine wildromantische Fahrt \u00fcber Toblach und durch das H\u00f6hlensteintal f\u00fchrte anschlie\u00dfend hinauf bis zum Misurinasee mit Blick zur S\u00fcdseite der Drei Zinnen, zum Sorapis und zum Antelao. Nach der dortigen Spaziergelegenheit folgte die Fahrt \u00fcber den Tre-Croci-Pass nach Cortina d\u2018Ampezzo und auf den Falzaregopass, wo die Mittagspause zum Vespern und zum Besichtigen des pr\u00e4chtigen Bergpanoramas am Fu\u00df des Kleinen Lagazuois genutzt wurde.Und wer auch den Sinn f\u00fcr das Kleine hatte, wurde wie schon am Pragser Wildsee und am Misurinasee mit der Bl\u00fctenpracht des Bergfr\u00fchlings belohnt.<\/p>\n<p class=\"western\">Die Weiterfahrt \u00fcber den Valparola-Sattel ins Gadertal brachte eine atemberaubende Sicht in die Felsw\u00e4nde der Cunturinesspitze, der La Varella, des Heiligkreuzkofels sowie Ausblicke zu den Berggestalten Peitlerkofels als des n\u00f6rdlichen Pfeilers der Dolomiten, des wie ein Zahn aus seiner Umgebung herausragenden Sass Songher und zum Sellastock.<\/p>\n<p class=\"western\">Schlie\u00dflich war St. Martin in Thurn erreicht, wo in der alten turmbewehrten Burganlage das eindrucksvolle Ladinische Museum untergebracht ist. Den Abschluss des Programms an diesem Tag bildete der Besuch des R\u00f6mermuseums in St. Lorenzen, einer alten bei Bruneck gelegenen st\u00e4dtischen Siedlung mit vorr\u00f6mischen und r\u00f6mischen Wurzeln.<\/p>\n<p class=\"western\">Die S\u00fcdtiroler Landeshauptstadt Bozen hat mit dem alten Bauern- und Winzerdorf Gries einen sehr tirolerisch\/deutsch gepr\u00e4gten Vorort mit einer Pfarrkirche, in der Michael Pacher einen prachtvollen Fl\u00fcgelaltar errichtet hat, der in der Barockzeit einem Hochaltar weichen musste, aber als Altar in einer Seitenkapelle gl\u00fccklich restauriert worden und heute der sch\u00f6nste Schatz dieser Kirche ist.<\/p>\n<p class=\"western\">Vom alten Bauern- und Winzerdorf Gries ist es \u201enur\u201c ein Fu\u00dfmarsch zur Bozener Altstadt. Aber er ist durch die italienische Baupolitik total verfremdet und f\u00fchrt \u00fcber den \u201eSiegesplatz\u201c und am \u201eSiegesdenkmal\u201c vorbei \u2013 Demonstrationen neofaschistischer Gesinnung vieler nach Bozen eingewanderter Italiener. Woher vor \u00fcber 5000 Jahren die Gletschermumie \u201e\u00d6tzi\u201c eingewandert ist l\u00e4sst sich nicht mit Sicherheit nachweisen. Aber durch seinen Fund in den \u00d6tztaler Alpen hat dieser Zeuge aus der beginnenden Kupferzeit sensationelle Entdeckungen m\u00f6glich gemacht. Und nat\u00fcrlich durfte auch eine Besuchergruppe des Arbeitskreises Stadtgeschichte Metzingen dieser ber\u00fchmten Mumie ihre Reverenz erweisen!<\/p>\n<p class=\"western\">Nach Bozen gab es bei herrlichem Wetter mit dem Weinort Tramin und den ber\u00fchmten Fresken in der Bergkapelle St. Jakob in Kastelaz einen weiteren H\u00f6hepunkt, dem sich eine Kellereibesichtigung der modernsten Genossenschaftskellerei S\u00fcdtirols mit Weinprobe anschloss. Die R\u00fcckfahrt ins Pustertal war durch die weitl\u00e4ufigen Rebenh\u00e4nge im \u00dcberetsch und im Eisacktal bei abendlichem Sonnenschein ein Erlebnis ohnegleichen.<\/p>\n<p class=\"western\">In S\u00fcdtirol gibt es nicht nur Obst und Reben, sondern auch viel Heugras, und so konnte man nach der Besichtigung einer Kellerei am Tag darauf auch eine K\u00e4serei vorgestellt werden. Die vom AKS angesteuerte K\u00e4serei in Toblach tr\u00e4gt den Namen der ber\u00fchmten Drei Zinnen und ist ein wichtiger milchwirtschaftlicher Betrieb f\u00fcr einige hundert Bauern, die samt und sonders \u2013 schon wegen der auch in S\u00fcdtirol gebr\u00e4uchlichen Realteilung \u2013 nur kleine Betriebsgr\u00f6\u00dfen mit h\u00f6chstens f\u00fcnfzehn Milchk\u00fchen haben. Dieses totale Gegenteil der gro\u00dffl\u00e4chigen Milchwirtschaft ist der Inbegriff einer streng biologisch ausgerichteten Landwirtschaft, deren Produktionsmerkmal die Heumilch mit ihrer besonders guten Qualit\u00e4t ist. Voller Stolz konnte der Vertreter der K\u00e4serei bei seiner F\u00fchrung die qualitativen Erfolge der vielf\u00e4ltigen K\u00e4seherstellung darstellen.<\/p>\n<p class=\"western\">Nach dieser sehr eindrucksvollen F\u00fchrung folgte ein absolutes Muss f\u00fcr jeden kunsthistorisch interessierten Besucher S\u00fcdtirols: die Stiftskirche in Innichen und damit der bedeutsamste romanische Kirchenbau von ganz Tirol. Schon seit dem Baiernherzog Tassilo III., der in Innichen eine Klostergr\u00fcndung zur Slawenmission veranlasste, ist Innichen ein wichtiger Standort, der bald zum Hochstift Freising in Bayern gelangt, bei dem es bis zur S\u00e4kularisierung 1803 bleibt. Die heutige Stiftskirche entstand um das Jahr 1150 bis 1250 und hat nach barocken und anderen Verschandelungen seine urspr\u00fcngliche romanische Majest\u00e4t durch eine grundlegende Restaurierung zwischen 1967\/1969 wieder erhalten. Im Inneren \u00fcberzeugt zun\u00e4chst der Raum mit seinen wuchtigen S\u00e4ulen und Pfeilern, die das Gratgew\u00f6lbe tragen. Und dann zieht eine ehrfurchtsgebietende Kreuzigungsgruppe mit einem triumphierenden Christus die Besucher in ihren Bann; ebenso sind die Fresken in der Kuppel der Vierung mehr als nur einen Blick wert, und schlie\u00dflich wurden au\u00dferhalb des Geb\u00e4udes auch das S\u00fcd- und das Turmportal durch einen sehr kunstsinnigen F\u00fchrer vorbildlich erkl\u00e4rt.<\/p>\n<p class=\"western\">Nach so viel Kunst darf das Essen nicht fehlen. So gab es zur Mittagspause eine kr\u00e4ftige Jause in der K\u00e4serei Drei Zinnen.<\/p>\n<p class=\"western\">Was danach kam, geh\u00f6rt mit zum Beklemmendsten, was die praktische Milit\u00e4rgeschichte zu bieten hat. Die Teilnehmer an der Exkursion haben alle noch den Kalten Krieg zwischen 1948 und 1989 in Erinnerung. Was sie nicht wussten, war das von der NATO damals geschaffene Bunkersystem, das beispielsweise im Pustertal viele hundert wehrpflichtige Soldaten gegen einen russischen Einmarsch von Osten geopfert h\u00e4tte. Der Gang durch einen jetzt als Museum dienenden Bunker machte das Unfassbare sichtbar.<\/p>\n<p class=\"western\">Da war es nur gut, dass mittelalterliche Verteidigungsanlagen schon viel weiter vom Heute entfernt sind. Der schwei\u00dftreibende Anstieg von Sand in Taufers hinauf zu Schloss Taufers hat sich mehr als gelohnt. Die bestens erhaltene Burganlage bietet in zahlreichen R\u00e4umen und Gem\u00e4chern ein eindrucksvolles Bild von Wohnverh\u00e4ltnissen in einer alten Burganlage, die vor allem auch jahrhundertelang ein wichtiger Gerichtssitz gewesen war und nat\u00fcrlich auch Folterkammer und Burgverlie\u00dfe beherbergt hatte. Der Blick nordw\u00e4rts zum Zillertaler Hauptkamm, unter anderem zum Schwarzenstein, vervollst\u00e4ndigte den erlebnisreichen Besuch von Burg und Schloss Taufers.<\/p>\n<p class=\"western\">Die Fahrt am letzten Tag zur\u00fcck ins Ermstal wurde gleich vormittags durch einen Besuch Sterzings unterbrochen. Die durch Bergbau im Ridnauntal und durch den Nord-S\u00fcdverkehr reich gewordene Fugger-Stadt bildet mit ihrer zentralen Stra\u00dfenf\u00fchrung durch Alt- und Neustadt (letztere aus dem 16. Jahrhundert und durch den markanten Zw\u00f6lferturm von der noch \u00e4lteren \u201eAltstadt\u201c getrennt), dem gotischen Rathaus und zahlreichen Erkern an den B\u00fcrgerh\u00e4usern das Musterexemplar einer vom Mittelalter gepr\u00e4gten wohlhabenden Stadt, die alle kriegerischen Einfl\u00fcsse unbeschadet \u00fcberstanden hat. Dazu kommen noch in der alten Spitalkirche zahlreiche Fresken, deren Besichtigung leider durch schlechte Lichtverh\u00e4ltnisse sehr leidet. Die Bedeutung Sterzings seit dem Mittelalter wird auch durch eine hier errichtete und jahrhundertelang betriebene Deutschordenskommende dokumentiert, also einen wichtigen Sitz des Deutschen Ritterordens.<\/p>\n<p class=\"western\">Wenn man aus Sterzing ein St\u00fcck auf der alten Brennerstra\u00dfe f\u00e4hrt, konnte man heute fein heraus sein, wie die landschaftlich besonders sch\u00f6ne und problemlose Fahrt zeigte. Der weitere Verlauf der Reise auf der Brennerautobahn litt daf\u00fcr auch samstags noch unter einem ununterbrochenen Lastzugverkehr.<\/p>\n<p class=\"western\">Aber immerhin erreichte die Reisegruppe rechtzeitig den vereinbarten F\u00fchrungstermin in der Innsbrucker Hofkirche mit dem ber\u00fchmten Grabmal des im Jahr 1519 (also jetzt vor 500 Jahren) gestorbenen, aber nicht hier beerdigten Kaisers Maximilian I. (des letzten Ritters), der sich dieses Grabmal &#8211; allerdings nicht f\u00fcr Innsbruck &#8211; ausdr\u00fccklich erbeten hatte. Der Enkel Maximilians, K\u00f6nig Ferdinand I., lie\u00df als Aufstellungsort die Hofkirche in pr\u00e4chtigem Renaissancestil in den Jahren 1563 bis 1573 erbauen. Erzherzog Ferdinand II. lie\u00df das Prunkgrabmal und dazu auch die aus Bronze gegossenen 28 tonnenschweren Statuen von im Volksmund \u201eSchwarzmander\u201c genannten Familienangeh\u00f6rigen errichten.<\/p>\n<p class=\"western\">Au\u00dfer dem Grabmal f\u00fcr den Kaiser hat die Hofkirche auch noch ein Grabdenkmal f\u00fcr einen der bekanntesten Untertanen der Habsburger erhalten: An Andreas Hofer aus S\u00fcdtirol, den in Mantua hingerichteten Freiheitsk\u00e4mpfer gegen Napoleon, wird hier dankbar erinnert.<\/p>\n<p class=\"western\">So viel Pracht in einer Kirche ist f\u00fcr die w\u00fcrttembergischen Schwaben nicht unbedingt das Merkmal eines Gotteshauses. Der museale Charakter \u00fcberwiegt eindeutig, was sich auch an den Besucherstr\u00f6men zeigte.<\/p>\n<p class=\"western\">Bei der Fahrt aus Innsbruck hinaus offenbarte sich auch bei noch sch\u00f6nem Wetter die herrliche landschaftliche Lage der Tiroler Landeshauptstadt zwischen Nordkette und Berg Isel. Die weitere Fahrt verlangte einige Geduld von Fahrer und Reiseteilnehmern, aber schlie\u00dflich war ohne weitere Schwierigkeiten das heimatliche R\u00fcckreiseziel erreicht.<\/p>\n<p class=\"western\">Eine unglaublich reichhaltige Exkursion hatte so ihr Ende gefunden, nicht ohne eine \u00fcberaus dankbare und detaillierte Laudatio Wilhelm M\u00e4ndles und eine Dankesrede Dr. Fritz Kemmlers, der auch gleich f\u00fcr die n\u00e4chstj\u00e4hrige Exkursion mit Norddeutschland etwas weniger Gebirgiges ank\u00fcndigte.<\/p>\n<p><i>Ein Album kommt noch!<br \/>\n<\/i><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jahresexkursion des AKS-Geschichtsvereins Metzingen F\u00fcr die meisten Exkursionsteilnehmer war das diesj\u00e4hrige Zielgebiet das Gegenteil des vorj\u00e4hrigen. 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