{"id":1722,"date":"2016-11-01T12:04:08","date_gmt":"2016-11-01T11:04:08","guid":{"rendered":"http:\/\/www.aks-metzingen.eu\/aks\/?p=1722"},"modified":"2016-11-06T14:27:42","modified_gmt":"2016-11-06T13:27:42","slug":"voices-and-choices-stimmen-und-optionen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.aks-metzingen.eu\/aks\/voices-and-choices-stimmen-und-optionen\/","title":{"rendered":"Voices and Choices (Stimmen und Optionen)"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: center;\"><strong>Der Erste Weltkrieg in Hexham, Noyon und Metzingen<\/strong><br \/>\n<em>Ausstellung im Rathaus vom 7. bis 15. November 2016<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"http:\/\/www.aks-metzingen.eu\/aks\/files\/Ausstellungsbegleiter_voices_and_choices_dt_neu.pdf\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-1724 size-medium\" src=\"http:\/\/www.aks-metzingen.eu\/aks\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/Ausstellungsbegleiter-voices_and_choices_dt_neu-212x300.png\" alt=\"ausstellungsbegleiter-voices_and_choices_dt_neu\" width=\"212\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.aks-metzingen.eu\/aks\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/Ausstellungsbegleiter-voices_and_choices_dt_neu-212x300.png 212w, https:\/\/www.aks-metzingen.eu\/aks\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/Ausstellungsbegleiter-voices_and_choices_dt_neu-768x1087.png 768w, https:\/\/www.aks-metzingen.eu\/aks\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/Ausstellungsbegleiter-voices_and_choices_dt_neu-724x1024.png 724w, https:\/\/www.aks-metzingen.eu\/aks\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/Ausstellungsbegleiter-voices_and_choices_dt_neu.png 826w\" sizes=\"auto, (max-width: 212px) 100vw, 212px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Die Ausstellung wurde zuerst im November 2015 in Hexham gezeigt.[1] Sie wurde von den Qu\u00e4kern geplant. Anhand von eindrucksvollen Bildern und zeitgen\u00f6ssischer Berichte Betroffener in den drei Orten vermittelt die Ausstellung einen Eindruck von dem Grauen und den Folgen dieses Krieges, der rund 10 Millionen Kriegsopfer forderte und den man sp\u00e4ter die \u201eUrkatastrophe des 20 Jahrhunderts\u201c genannt hat.<\/p>\n<hr \/>\n<p>[1] Informationen \u00fcber die urspr\u00fcngliche Ausstellung in Hexham finden sich unter<br \/>\n<span style=\"text-decoration: underline;\"><em><a class=\"moz-txt-link-freetext\" href=\"http:\/\/voicesandchoiceshexham.org\" target=\"_blank\">http:\/\/voicesandchoiceshexham.org<\/a><\/em><\/span><!--more--><\/p>\n<p>Die Ausstellungstafeln (Roll ups) sind eine Kopie der Ausstellung in Hexham. Stadtarchiv und Arbeitskreis Stadtgeschichte, die Veranstalter der Metzinger Ausstellung, haben eine Brosch\u00fcre in deutscher Sprache herausgegeben. Wir danken Herrn Dr. Fritz Kemmler f\u00fcr die \u00dcbersetzung der Texte auf den Tafeln.<\/p>\n<p>Ian Emmerson, einer der Organisatoren der Ausstellung, hat f\u00fcr uns eine kurze Geschichte und Charakterisierung der Qu\u00e4ker geschrieben, die wir hier anf\u00fcgen. Sein Text wurde von Rudolf Renz \u00fcbersetzt und geringf\u00fcgig erg\u00e4nzt.<\/p>\n<p><strong>Die Qu\u00e4ker<\/strong><\/p>\n<p>Die Ausstellung wurde von Qu\u00e4kern in Hexham vorbereitet, deshalb soll hier kurz deren Ursprung, Geschichte und Glaubens\u00fcberzeugung vorgestellt werden.<br \/>\nDie Geschichte der Qu\u00e4ker begann im 17. Jahrhundert, w\u00e4hrend des englischen B\u00fcrgerkriegs. Es war eine Zeit gro\u00dfer Unruhe und\u00a0 Ver\u00e4nderungen in England. Die Qu\u00e4ker waren eine von verschiedenen Gruppen, die in dieser turbulenten Zeit entstanden. Sie stellten viele Glaubensvorstellungen und Ideen ihrer Zeit in Frage. Ihr Gr\u00fcnder, George Fox, wurde 1621 in einem streng religi\u00f6sen Elternhaus geboren. Er brachte sich sein Wissen zum gr\u00f6\u00dften Teil selbst bei und besuchte bis zu seinem 19. Lebensjahr regelm\u00e4\u00dfig mit seinen Eltern den Gottesdienst. Doch dann wurde er immer unzufriedener mit der religi\u00f6sen Praxis und der Glaubensvorstellung seiner Mitmenschen. Er erlebte eine pers\u00f6nliche Krise und verlie\u00df seine Arbeit und sein Elternhaus auf der Suche nach geistlicher Nahrung.<br \/>\nIm Jahr 1647 kam er zu der \u00dcberzeugung, dass Menschen Gott ganz pers\u00f6nlich erfahren k\u00f6nnten, er nannte dies das \u201einnere Licht\u201c. Nun begann er im ganzen Land herumzureisen, zu predigen und Menschen zu \u201eFreunden des Lichts\u201c zu bekehren. F\u00fcr seine radikale Vision wurde er oft bestraft und ins Gef\u00e4ngnis geworfen. Er lehnte das Priestertum und die Kirchen ab, da diese nach seiner \u00dcberzeugung die direkte und pers\u00f6nliche Gotteserfahrung verhinderten. F\u00fcr ihn waren der Glaube an Gott und das F\u00fchren von Kriegen nicht miteinander\u00a0 zu vereinbaren. Der Pazifismus spielt daher auch bei den meisten heutigen Qu\u00e4kern noch eine wichtige Rolle.<br \/>\nBis um 1652 hatte George Fox die \u201eMidlands\u201c und den Norden Englands immer wieder bereist und Leute f\u00fcr seinen Glauben gewonnen. Um 1660 gab es in England rund 50.000 Qu\u00e4ker und mindestens 60 fr\u00fche Qu\u00e4kerprediger wurden damals als Missionare ausgesandt, um das Denken und die Arbeit der Qu\u00e4ker in ganz England zu verbreiten. Die Qu\u00e4ker waren schweren Verfolgungen ausgesetzt und zu jener Zeit sagte man, dass die Kinder die Versammlungen abhalten mussten, da fast alle ihre Eltern im Gef\u00e4ngnis sa\u00dfen! Wahrscheinlich f\u00fchrte das Ertragen dieser Leidenszeit dazu, dass die Qu\u00e4ker \u00fcberlebten, w\u00e4hrend\u00a0 andere Gruppen oder Sekten dieser Zeit ganz verschwunden sind.<br \/>\nSchlie\u00dflich, nachdem sie mit ihren pazifistischen \u00dcberzeugungen an K\u00f6nig Karl II. appelliert hatten <em>[Karl II. starb 1685, d. \u00dcbers.]<\/em>, wurde ihnen durch die Toleranzakte (Act of Toleration) von 1689 erlaubt, ihre Gottesdienste abzuhalten. 1755 wurden auch ihre Heiraten legalisiert. Seit 1758 k\u00e4mpften die Qu\u00e4ker\u00a0 f\u00fcr die Abschaffung der Sklaverei, 1796 setzten sie sich als erste f\u00fcr die Behandlung geistig behinderter Menschen ein und im Jahr 1813 begann Elisabeth Fry mit der Gef\u00e4ngnisreform. Qu\u00e4ker durften jedoch noch immer nicht in der Medizin und in der Rechtsprechung einen Beruf ergreifen, daher waren sie im fr\u00fchen 19. Jahrhundert im Handel, besonders in der Produktion, beim Bau der Eisenbahnen und, auf Grund ihres \u00fcberzeugten Eintretens f\u00fcr Wahrheit und Gerechtigkeit, im Bankwesen aktiv. Viele britische Banken wurden so gegr\u00fcndet.<br \/>\nHeutzutage gibt es in Gro\u00dfbritannien etwa 18.000 Qu\u00e4ker, in den USA sind es mehr. Ein prominenter Qu\u00e4ker des 17. Jahrhunderts, William Penn, wanderte dorthin aus und gr\u00fcndete Pennsylvania. Im \u00fcbrigen Europa gibt es einige wenige Qu\u00e4ker, aber viele in manchen Gebieten Afrikas.<br \/>\nDie Qu\u00e4ker im Vereinigten K\u00f6nigreich versammeln sich noch heute ohne Priester. Alles muss von den Mitgliedern organisiert werden, auch Hochzeiten und Beerdigungen. Gottesdienste werden immer noch in der\u00a0 schweigsamen Suche nach dem \u201einneren Licht\u201c gehalten, jeder der sich vom Heiligen Geist angeregt f\u00fchlt zu reden, darf es tun.<\/p>\n<p>Ian Emmerson<\/p>\n<p><em>Anmerkung des \u00dcbersetzers:<\/em><br \/>\n<em> Die Hilfskomitees der amerikanischen und britischen Qu\u00e4ker erhielten 1947 den Friedensnobelpreis, u. a. f\u00fcr die \u201eQu\u00e4kerspeisungen\u201c der hungernden Menschen nach den Weltkriegen.<br \/>\n<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Erste Weltkrieg in Hexham, Noyon und Metzingen Ausstellung im Rathaus vom 7. bis 15. November 2016 Die Ausstellung wurde zuerst im November 2015 in Hexham gezeigt.[1] Sie wurde von den Qu\u00e4kern geplant. 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