{"id":1568,"date":"2016-07-04T17:39:18","date_gmt":"2016-07-04T15:39:18","guid":{"rendered":"http:\/\/www.aks-metzingen.eu\/aks\/?p=1568"},"modified":"2016-08-19T19:35:56","modified_gmt":"2016-08-19T17:35:56","slug":"aks-auf-kelten-exkursion","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.aks-metzingen.eu\/aks\/aks-auf-kelten-exkursion\/","title":{"rendered":"AKS auf Kelten-Exkursion"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.aks-metzingen.eu\/aks\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/20160625-2-09938.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-1569 alignleft\" src=\"http:\/\/www.aks-metzingen.eu\/aks\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/20160625-2-09938-300x200.jpg\" alt=\"20160625-2-09938\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/www.aks-metzingen.eu\/aks\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/20160625-2-09938-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.aks-metzingen.eu\/aks\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/20160625-2-09938-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.aks-metzingen.eu\/aks\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/20160625-2-09938-450x300.jpg 450w, https:\/\/www.aks-metzingen.eu\/aks\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/20160625-2-09938.jpg 960w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Im Keltenjahr 2012 besuchten zahlreiche Interessierte die gro\u00dfe Landesausstellung in Stuttgart. Seither ist das Interesse an den r\u00e4tselhaften Kelten nicht erlahmt, und der Arbeitskreis Stadtgeschichte Metzingen \u2013 Geschichtsverein e. V. hat unter der Leitung des Arch\u00e4ologen und wohl besten Kenners des Heidengrabens auf der Schw\u00e4bischen Alb, Dr. Gerd Stegmaier, eine Exkursion zu den fr\u00fch- und sp\u00e4tkeltischen Fundst\u00e4tten rund um Grabenstetten angeboten. <!--more--><br \/>\nDie gut 20 Teilnehmer besuchten zun\u00e4chst das fr\u00fchkeltische Gr\u00e4berfeld bei Zainingen, das aus ca. 100 Grabh\u00fcgeln (flache Brandgrubengr\u00e4ber, bis ca. 800 v. Chr.) besteht und deren gr\u00f6\u00dfter Teil nur von Experten wahrgenommen wird. Viele der Grabh\u00fcgel wurden bereits Ende des 19. Jh. untersucht und zahlreiche geborgene Keramikfunde im Landesmuseum Stuttgart untergebracht.<br \/>\nDer Heidengraben auf der Schw\u00e4bischen Alb, der sich von Grabenstetten bis Erkenbrechtsweiler erstreckt, ist das gr\u00f6\u00dfte bekannte Oppidum in Europa. Eine so gro\u00dfe Ansiedlung ist nur bei ausreichender Wasserversorgung denkbar. Hier spielten wohl Boden- und Klimaverh\u00e4ltnisse eine Rolle: Wasseransammlungen blieben dort verf\u00fcgbar, wo die Entstehung von Kalktuff und erstarrte Magma vulkanischer Herkunft wie im Fall der Zaininger H\u00fcle zu beobachten waren.<br \/>\nDas ca. 1.700 ha umfassende sp\u00e4tkeltische Oppidum Heidengraben war das Hauptziel der Exkursion. Es wird angenommen, dass es um ca. 100 v. Chr. lediglich 40 Jahre lang bestand. Die Gr\u00f6\u00dfe des Gebietes erkl\u00e4rt sich durch das vorhandene nutzbare Ackerland, das eine Versorgung mit Getreide und Nahrungsmitteln erm\u00f6glichte. Die Landwirtschaft war zu jener Zeit bereits weit entwickelt. Eisenger\u00e4te f\u00fcr die Bearbeitung der Fl\u00e4chen und Drehm\u00fchlen f\u00fcr die Verarbeitung von Getreidek\u00f6rnern beg\u00fcnstigten dies. Kernbereich ist die \u201eElsachstadt\u201c mit einer Fl\u00e4chenausdehnung von rund 160 ha. Befestigungen sicherten das Oppidum und erg\u00e4nzten den nat\u00fcrlichen Schutz durch die Steilh\u00e4nge des besiedelten Plateaus. Die Zug\u00e4nge von der Alb und aus dem Elsachtal wurden durch sog. Zangentore kontrolliert.<br \/>\nIn die sp\u00e4te Bronze- bzw. fr\u00fchere Eisenzeit (als Hallstattzeit bekannt) ist das Grabh\u00fcgelfeld beim Burrenhof zu datieren. Die \u00e4ltesten Gr\u00e4ber stammen aus der Zeit von 800-600 v. Chr., die j\u00fcngste Bestattung fand wohl um 400 v. Chr. (als Lat\u00e8nezeit bekannt) statt. Dabei erfuhren die Rituale einen \u00dcbergang von Brandgr\u00e4bern mit Keramikgef\u00e4\u00dfen zur Aufnahme der Asche des Toten zu K\u00f6rpergr\u00e4bern mit Schmuckbeigaben und pers\u00f6nlicher Ausstattung. Der Arch\u00e4ologe Stegmaier berichtete dar\u00fcber, wie gerade Funde aus Gr\u00e4bern Hinweise auf Rituale und durchgef\u00fchrte Opferungen geben. Grabbeigaben wie Fibeln, eiserne Ger\u00e4te, Glasschmuck und Keramik sowie Amphorenteile zeigen einmal das hohe handwerkliche K\u00f6nnen der Menschen in damaliger Zeit, weisen aber auch auf bestehende Handelsbeziehungen \u00fcber Neckar und Donau sowie Fernkontakte bis zum Mittelmeerraum hin. Der Heidengraben d\u00fcrfte sogar gro\u00dfe Bedeutung als Markt-, Umschlag- und Handelsplatz gehabt haben.<br \/>\nDen Abschluss des interessanten Ausflugs in l\u00e4ngst vergangene, aber spannende Zeiten bildete ein Besuch im kleinen aber feinen <a href=\"http:\/\/www.kelten-heidengraben.de\/museum.php?l=DE\" target=\"_blank\"><span style=\"text-decoration: underline;\">Keltenmuseum Grabenstetten<\/span><\/a>, in dem sehenswerte Fundst\u00fccke von einem <a href=\"http:\/\/www.kelten-heidengraben.de\/\" target=\"_blank\"><span style=\"text-decoration: underline;\">F\u00f6rderverein<\/span><\/a> betreut werden. Hier bedankte sich die Gruppe bei Dr. Stegmaier f\u00fcr seine ausf\u00fchrlichen und interessanten Ausf\u00fchrungen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Keltenjahr 2012 besuchten zahlreiche Interessierte die gro\u00dfe Landesausstellung in Stuttgart. Seither ist das Interesse an den r\u00e4tselhaften Kelten nicht erlahmt, und der Arbeitskreis Stadtgeschichte Metzingen \u2013 Geschichtsverein e. 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